Das Hotel habe ich gegen 06h verlassen und nach 10 Minuten war ich am Bahnhof. Dort gibt es nur ein Gleis. Der Zug brachte mich in 1 Std. wieder zurück nach Nîmes – in diesem Urlaub zum dritten Mal. Da ich knapp 2 Std. Umsteigezeit hatte, konnte ich in Nîmes noch in Ruhe frühstücken. Danach ging es weiter nach Marseille Saint – Charles wieder in ca. 1 Std. Dort hatte ich wieder ca. 2 Std. Umsteigezeit bis zum nächsten Zug. Die Zeit habe ich zum Essen genutzt, zunächst im Bahnhof und dann ganz in der Nähe zum Café trinken. Mein nächster Zug fuhr dann in etwas mehr als 4 Std. Nach Mont-Dauphin Guillestre. Beim Losfahren standen schon Personen im Gang und bei den nächsten Haltestellen kamen mehr dazu als ausstiegen. Ich war froh, dass ich schon so früh im Zug war und einen Sitzplatz bekommen habe. In Frankreich werden die Bahnsteige, von denen die Züge abfahren, erst vor Abfahrt auf den Monitoren angezeigt. Diesmal waren es glaube ich schon so 20-25 Minuten, also genug Zeit 🙂.
Der Zug hatte sich ordentlich aufgeheizt und die Luft wurde dicker. Viel später wurde auch Wasser verteilt. Irgendwann bemerkte ich, dass wir 15 Minuten Verspätung hatten (aufgrund erhöhtem Passagieraufkommen und damit längeren Stehzeiten). Daraufhin schickte ich eine E-Mail an das Taxi-Unternehmen, ob der Shuttle Bus auf mich warten könne. Es kam dann auch eine Antwort, dass der Shuttle – Bus 15 Minuten wartet. Ich hatte dann auch schonmal nach dem Wetter für meinen Zielort geschaut. Also da sollte es schon kühler sein und zumindest in den nächsten Tagen ist auch mit Nachmittags- bzw. Abend-Gewittern zu rechnen – nicht ungewöhnlich in den Bergen. Das muss man dann bei der Tourenauswahl berücksichtigen. Es fing dann auch schon an bewölkt zu werden und irgendwann noch vor Mont Dauphin setzte auch Regen ein. Der Zug hatte die Verspätung bis zu meinem Ausstieg weitgehend reduzieren können. So hat das dann auch mit dem letzten Abschnitt meiner Anreise funktioniert. Der Shuttle-Bus – ein Minivan – wartete vor dem Bahnhof. Außer mir stieg noch ein junger Mann ein. 4 Euro für die komplette Fahrt – ich nehme an, dass das subventioniert wird. Unterwegs nahm der Fahrer noch eine weitere Passagierin auf und wir fuhren weiter in die Berge. Zwischendurch wechselte die Mitreisende und ich in einen anderen Minibus. Nach einer Fahrzeit für mich von ungefähr 1h20 kamen wir dann auf 2042 Meter Höhe in die höchst gelegenen Gemeinde Europas, in das Bergdorf Saint Véran, im geschützten Regionalen Naturpark Queyras. Dort stieg die Frau aus. Ich fuhr nochmal ein kurzes Stück mit zurück und runter. Dort lag nämlich die Gîte, in der ich ein Bett in einem Mehrbettzimmer reserviert habe. Es gibt zwei Räume und darin 8 Betten. Ich glaube zwei andere Personen schlafen hier noch. In meinem Raum schlief sonst keiner. Es war regnerisch und donnerte ab und zu. Krasser Klimawechsel. Man sieht Schnee auf den höheren Bergen. Am Abendessen hatte ich nicht teilgenommen. Ich war erstmal froh, angekommen zu sein. Aber eine Dusche musste sein. Morgen will ich für einige Tage auf einen kleinen Campingplatz in der Nähe ziehen (ca. 1 Gehstunde entfernt), mich akklimatisieren und mit kurzen Rundwanderungen starten. Die Fotos sind wie oft – durcheinander. Die chronologische Reihenfolge habe ich noch nicht hinbekommen. Aber ungefähr kann man sich die Zugehörigkeit wahrscheinlich denken. Die Netzabdeckung ist hier nicht immer (gut) gegeben, ich mache das Beste daraus.










Sehr schönes Bergdörfchen!
In der Stadt ist hinten etwas auf dem Berg zu sehen – ist das eine Kirche oder eine Burg? Oder welche Stadt ist es überhaupt, das mit der Treppe im Bild?
Das ist Marseille, aber ich erkenne gar nichts auf dem Berg. Muss mal auf dem Original Foto schauen. Was du alles siehst….🙂