15.07. Heimreise

Also das Beste an dem Hotelzimmer war die ungestörte Ruhe. Und ich habe es genossen, dass es mein Reich war 🙂. Ich bin gestern schon relativ früh eingeschlafen und war heute schon vor 05.30h wach. Zu dieser Uhrzeit klingelte dann mein Wecker. Ich wollte frühzeitig beim Frühstück sein – das war ab 06.30h angesetzt. Mein Zug sollte um 8.12h abfahren. Das Frühstück war für französische Verhältnisse absolut ok. Und vor allem der Café war ok. Nach dem Auschecken ging es dann zum Bahnhof. Es stank auf dem kurzen Weg zum Bahnhof nicht ganz so intensiv, wie am Vorabend im Viertel. An der Vermüllung hatte sich nichts geändert. Und dafür bezahlt man auch noch 2,16€ Kurtaxe (pro Übernachtung in einem 3-Sterne Hotel). Bei einem B&B Gast nimmt die Stadt weniger. Wasser wollte ich dann am Bahnhof noch kaufen. Im Prinzip kann man hier auch das Leitungswasser trinken. Jedoch wusste ich nicht, ob es behandelt ist. Aber fast 4,- € für eine Flasche im Bahnhof – nee. Dann doch noch mal schnell raus aus dem Bahnhof und zu einem Laden gelaufen, wo ich dann eine Flasche für weniger als 80 Cent kaufte. Da ich noch mega satt vom Frühstück war, hatte ich zum Essen nichts gekauft. Ich hatte notfalls noch Salami-Sticks, Knusperbrot und Studentenfutter dabei. Verhungern sollte ich also nicht. Der Zug fuhr dann mit einer 5-minütigen Verspätung los und die App hat nochmal 11 Minuten Verzögerung für die Kontrollen unterwegs angezeigt. Zum Umsteigen in Frankfurt blieben mir bei pünktlichem Fahrplan nur 24 Minuten. Insgesamt war eine Fahrzeit zum Hauptbahnhof Bingen von ca. 8 Stunden veranschlagt.

Kurz vor 10h Uhr hatte der Zug ca. 15-20 Minuten Verspätung. Ich hoffte, dass er das wieder raus holte. Nach der Kontrolle in Kehl um kurz nach 14h waren es dann nur noch 12 Minuten Verspätung. Ab Karlsruhe hatten wir wieder 19 Minuten Verspätung. In Mannheim gab mir die DB-App die Info, dass mein Anschluss in Frankfurt voraussichtlich nicht erreichbar ist. Dann kam die Meldung, dass aufgrund eines Feuerwehreinsatzes am Gleis und einer damit verbundenen Umleitung der Zug 30 Minuten verspätet in Frankfurt ankommt (16.30h anstatt 16.00h) – 6 Minuten nachdem mein Anschlusszug nach Bingen fahren sollte. Die nächste Anschlussverbindung war dann ein Zug um 17.09h – könnte also schlimmer sein. Angekommen in Frankfurt bin ich tatsächlich dann um 16.40h und gegen  18.10h war ich in Bingen am Hauptbahnhof. Dort roch es in der Unterführung genauso wie in dem Bahnhofsviertel von Marseille. Einige Minuten später fuhr dann schon der Bus vom Hauptbahnhof los und hat mich fast vor die Haustür gebracht. 
Ich möchte mich am Ende meiner Reise ganz herzlich bei euch bedanken. Für eure Begleitung und eure Kommentare! Das hat mich sehr gefreut 😉🥰. 
Lieben Dank!
Bis bald, wir sehen uns ….🙂
Veröffentlicht unter Allgemein | 2 Kommentare

14.07. Französischer Nationalfeiertag

Heute war der Beginn meiner Heimreise. Ich hoffte, dass trotz des Nationalfeiertages die Bäckereien geöffnet hatten. Und so war es dann auch. Da ich schon sehr früh dort war, war auch noch nicht so viel los. Nach zwei Café und zwei Teilchen ging es wieder zum Campingplatz zurück. Mein Zug nach Marseille fuhr ja erst mittags. Also habe ich erstmal gechillt am See gesessen, bevor ich dann so langsam gepackt und das Zelt abgebaut habe. Zeit hatte ich dann immer noch so viel, dass ich mit dem gepackten Rucksack wieder am See saß und einfach nur beobachtete. Noch vor der Mittagszeit bin ich dann von Campingplatz losgelaufen und nochmal beim Bäcker / Café eingekehrt, um ein belegtes Baguette für die Zugfahrt zu kaufen. Nach über vier sich ziehende Stunden im Zug, kam ich dann in Marseille an. Dort hatte ich in der Nähe des Bahnhofs ein Hotelzimmer gebucht. Morgen geht es dann von dort aus mit einem Umstieg in Frankfurt nach Bingen. Ich hoffe, die in der DB-App angekündigten Pass- und Zollkontrollen in Kehl dauern nicht zu lange und der Zug kommt mit ausreichend Umsteigezeit in Frankfurt an.

Tja, zum ersten Eindruck bei meiner Ankunft in Marseille (ich war zwar schon während dieses Urlaubs zum Umsteigen hier, aber da war ich nur in einem Café direkt vor dem Bahnhof) fallen mir nur drei Umschreibungen ein: sehr vermüllt, sehr stinkig und einfach nur laut. In Marseille gibt es mit Sicherheit sehr ansprechende Viertel und vom Bahnhof aus, hat man schon einen tollen Blick runter auf die Stadt. Das Bahnhofsviertel, das sich mir gezeigt hat, wirkte auf mich aber definitiv abschreckend. Auch in Bezug auf die Gestalten, die hier verkehren. Jetzt kann ich auch die diesbezüglichen Hotelbewertungen nachvollziehen. In dem Viertel würde ich es nicht lange aushalten. Vor allem hatte ich auf meinem Weg ständig ekligen Uringeruch in der Nase und das Gefühl, der haftet an mir. Wie kann man hier jeden Tag laufen? Eine Person lag auf einem Karton auf dem Gehweg, ein anderer hatte ein Zelt aufgebaut. Ich verstehe nicht, warum die Stadt hier nicht mehr tut. Das Bahnhofsviertel entscheidet oft über den ersten Eindruck der Besucher. Ich hatte nach dem Gang durch das Viertel das Gefühl, ich müsste mich gleich nochmal duschen. Der Gestank vor und nach dem Essen in den Straßen nach Urin, hat das kulinarische Erlebnis der an sich wirklich guten Pizza (Basque – mit Schafskäse und Piment d’Espelette, einer Chili-Sorte aus den französischen Pyrenäen) massiv getrübt. Einfach nur extrem widerwärtig, dieser gefühlt durchgängige Urin-Gestank – das war ein Schock für mich, wie bei einer eiskalten Dusche. Das hat mir auch die Lust genommen auch nur ein Schritt mehr als notwendig zu machen. Ich war sehr froh, als ich wieder im Hotelzimmer war. Das klimatisierte und im 5. Stock liegende Zimmer ist in Ordnung und das Fenster liegt nach hinten raus. So war es insgesamt auch ruhig. Es gab Security-Personal im Foyer und den Aufzug kann man in Erdgeschoss nur mittels der Schlüsselkarte rufen. Auf dem Zimmer befindet sich eine Toilette, die ich so noch nicht gesehen habe – mit einer Steuerungseinheit für das eingebaute Bidet – nein danke. Die Dusche ist wohl so umständlich, dass man eine Erklärung anbringen musste. Für mich hätte eine einfache Variante völlig ausgereicht. Warm-kalt und Dusche oder Wasserhahn. Aber da gibt es schon mal zwei Duschköpfe, wie ich dann feststellte (einen an der Decke und den anderen an einem Schlauch) und dann wird das ganze über die Armatur am Waschbecken gesteuert und nochmal über einen extra Hebel. Ich glaube, es hat nie länger gedauert eine Dusche in Betrieb zu nehmen, als dort 😉. So, jetzt bin ich müde, auch wenn ich heute körperlich nichts geleistet habe. Gute Nacht 🙂.
Veröffentlicht unter Allgemein | 2 Kommentare

13.07. Ungebetener Zeltbesucher

 Letzten Abend gab es wohl ein Rockkonzert, vermutlich auf der anderen Flussseite. Zum Glück nicht die Nacht hindurch. Nachts bin ich dann von dem Geschrei eines kleinen Kindes aufgewacht. Es verging eine Zeit, bis es wieder ruhig war.

Dementsprechend bin ich heute erst kurz vor 8h wach geworden. 
Der Reißverschluss vom Innenzelt hatte ja schon seit einiger Zeit immer weniger funktioniert. Ich hatte das Gefühl, dass durch das sanfte Zusammendrücken mit der Zange es besser wurde, doch dann ist es auf einmal immer schlimmer geworden – und ohne Zutun. Stellenweise hielte die Verzahnung nicht mehr ineinander fest und es entstanden große offene Bereiche. Ich hatte das dann einfach möglichst dicht gemacht. Kalt war es eh nicht mehr nachts und hier gab es auch weniger Fliegen.
Aber als ich dann heute Morgen einen fetten Überraschungsbesucher sah, der sich letzte Nacht wohl in das Zelt geschlichen hatte, habe ich mich doch nochmal mit dem Reißverschluss befasst – und siehe da, 1A. Ich hatte wohl zuvor die falschen Seiten des Zippers zusammengedrückt. Heute habe ich die flachen Seiten etwas gedrückt und danach ließ er sich wieder komplett zuziehen. Hoffentlich ist das Problem damit auch langfristig erledigt.
Danach bin ich zum Bäcker-Café gelaufen. Heute gab es mal einen Café auf Lait – was dort ein Espresso mit Milch (nicht warm gemacht) war. Wieder etwas wenig, also suchte ich für einen zweiten Café die andere Bäckerei auf. Danach bin ich an der Hauptstraße weiter entlang gelaufen und da sah ich einen Obststand. Ich hatte gestern schon versucht eine viertel gekühlte Melone zu bekommen. Im Bioladen hatte ich die Möglichkeit gehabt, aber die war nicht gekühlt. Der Obststand hatte kleine abgepackte Stücke. Zwar auch ungekühlt, aber das war mir dann egal. Nur was damit machen? Zum Zelt bringen? Ich wollte noch auf den Montags-Markt nach Guillestre, der nicht gerade um die Ecke war. Ich beschäftigte mich wieder mit dem Busfahrplan, bin aber letztendlich dann zum Campingplatz gelaufen. Der Plan war, das Melonenstück dort am See zu essen und danach mit der Navette zum Markt zu fahren. Am See war es aber dann so, dass ich gar keine Lust mehr hatte auf den Markt. Und dieser war auch nur bis 13h offen. So verbrachte ich viel Zeit am See und irgendwann kam die Frage auf, was ich heute Mittag/Abend esse. Um kurz vor 14h stellte ich dann fest, dass ich heute wieder nicht mit den Essenszeiten hier kompatibel bin. Also lief ich später an Nachmittag in den Supermarkt (die Strecke ist ebenerdig und von daher gut zu laufen) – das hatte sich zumindest bewährt. Die französischen Supermärkte haben ein interessantes Sortiment, was Lebensmittel betrifft und sind auch mit regionalen Produkten oft gut aufgestellt. Die ganzen Käse- und Wurstsorten und dann das Chips- Sortiment alleine von der einen Firma ist schon interessant. Wenn ich an der deutsch-französischen Grenze leben würde, wäre ich bestimmt öfter in Frankreich einkaufen, um das eine oder andere auszuprobieren. Heute gab es also wieder etwas von der heißen Theke und einen Nachtisch aus der Kühlung. Diesmal steuerte ich direkt den Campingplatz an und fand auch direkt einen Picknicktisch. So langsam aber sicher bewegte ich mich dem letzten Abend auf diesem Campingplatz entgegen. Und so verbrachte ich dann noch etwas Zeit neben dem Zelt liegend und ließ die Atmosphäre auf mich wirken bis die Sonne hinter dem Berg verschwand.
Veröffentlicht unter Allgemein | 2 Kommentare

12.07. Schöner Wasserfall

Heute, an Sonntag, ist es nochmal enger und lauter um mich herum geworden. Und der See gleicht einem Schwimmbad. Naja, übermorgen mache ich hier schon den Abflug. Es gibt sogar eine kleine portable Sauna hier an See.
Beim Bäcker-Café stand ich erstmal in der Schlange. Aber die Wartezeit hielt sich in Grenzen. Das Croissant dort war zumindest anders – es machte einen handwerklichen Eindruck. Der Café war trotz Verlängerung immer noch wenig. Also machte ich unterwegs noch eine zweite Café-Pause. Danach ging es spazieren. Erst zum Fontaine Pétrifiante de Réotier, einem interessanten Wasserfall. Die Video-Seite habe ich u. a. damit aktualisiert. Dann zu einem nahegelegenen Fischteich etwas chillen. 
Als ich kurz vor 17h hungrig eines der Restaurants am See aufsuchte, musste ich enttäuscht feststellen, dass ich zur falschen Zeit da war. Es gab nur Süßes. Oft gibt es in Frankreich relativ spät Abendessen in den Restaurants, so auch hier – nämlich erst ab 19h. Ich dachte hier am Campingplatz und am See ist es vielleicht anders. 17h hätte ich mir ja noch gefallen lassen. Aber über zwei Stunden warten? Außer Frühstück hatte ich noch nichts gegessen. Naja, dann gab es da halt nur was zu trinken. Es gibt noch eine andere Restauration, die wohl direkt zum Campingplatz gehört. Da gibt es zumindest eine kleine Mittagskarte. Tja, aber den Salat, der auf der Mittagskarte stand, gab es nicht. Es sah so aus, als ob die Gastronomie überlastet bzw. unterbesetzt war. Es gab nur noch Panini und Pommes bzw. Wurst/Pommes. Das war vermutlich alles schon griffbereit. Na dann bestellte ich Wurst mit Pommes und hatte für 10,- € schon etwas erwartet. Die Mitarbeiterin, die kassierte, rannte auch zwischen Nachtisch, Pommes und Würstchen hin und her. Was ich dann bekam, sieht man auf dem Foto. Enttäuschend und frustrierend – mehr fällt mir dazu nicht ein. Die Haut sah auch so unnatürlich rot aus, dass ich sie lieber entfernt hatte. Tja, das Positive dabei – satt war ich. Aber kulinarisch total enttäuscht, enttäuscht auch von mir. Ich hatte mir den ganzen Tag schon einen tollen Salat mit Ziegenkäse vorgestellt. Ich muss da einfach besser auf Zack sein. Aber nach dem Abendessen ist vor dem Frühstück 🙂😉.
Veröffentlicht unter Allgemein | 2 Kommentare

11.07. Auf Erkundung

Heute Morgen war es ruhig – die Nachbarschaft schlief noch. So gegen 7.30h bin ich an den See gelaufen. Meine Bestellung konnte ich dann um 08h abholen. Das Croissant und das Pain au Chocolat aß ich am See. Dann machte ich mich zur Festungsanlage, dem befestigten Dorf Mont Dauphin auf dem Hochplateau, auf. Unterwegs steuerte ich noch eine Bäckerei an, da ich ja noch keinen Café hatte. Ein Pain aux Raisins ging dann auch noch. Den Weg zur Festung wollte ich über den Sentier de Marmottes laufen, den Murmeltier-Pfad, auf dem sich die Tierchen regelmäßig zeigen sollen. Die KI sagt: „Der Pfad schlängelt sich durch den Wald hinauf und führt dich direkt an Hängen vorbei, an denen viele zutrauliche Murmeltiere leben.“ Klingt doch vielversprechend, oder? Ok, den Aufstieg fand ich ohne Stöcke schon nicht ohne. Später fand ich raus, daß ich wohl irgendwann vom Pfad ab auf eine Abkürzung gekommen war und später wieder zurück auf den Weg kehrte. Naja, aber als ich dann oben ankam, hatte ich überhaupt keine der Tierchen auf dem Weg dorthin gesehen. Was war los? Gab es ein Murmel-Event von dem mir wieder keiner was gesagt hat? Hm, ich fand es schon merkwürdig, überall Schilder, aber keine Murmelchen. Vielleicht waren die auch vom gestrigen Regen angep*sst? Naja, dann erstmal oben umschauen. Da hatte ich mir schon etwas mehr vorgestellt. Viele Türen waren verschlossen. In dem Viertel gab es eine überschaubare Gastronomie. Einige Läden hatten geschlossen, Besucher gab es zu der Zeit, als ich oben war, nur wenig. Was für mich ok war. Aber da war jetzt nichts, was für mich Sehenswert war. Die Brunnen waren trocken. Vielleicht war ich einfach zur falschen Zeit oben oder bin falsch herangegangen. Nachdem ich eine zeitlang spazieren war, verließ ich das Plateau wieder über den Murmeltier-Pfad. Und tatsächlich an einer Stelle, an der ich aufwärts nicht vorbeikam, sah ich zweieinhalb Murmelchen. Hatten die auch einfach nichts vom Murmel-Event mitbekommen? Naja sie machten keinen interessierten Eindruck, als ging es für mich weiter. Ich lief eine Weile, bis ich endlich zu einer Brücke kam, diese überquerte und dann in einem Gewerbebereich war. Zuerst kam ich an einer Käserei vorbei, die draußen einen Käseautomaten hatte. Da kann man wohl Käse direkt kaufen oder über eine Vorbestellung dort abholen. Im Laden war ich nicht – großartig kaufen würde ich in der momentanen Situation eh nicht. Aber eine Käseverkostung wäre sicher auch mal interessant. Als nächstes besuchte ich einen Biomarkt und dann ein Intermarché Supermarkt, in dem ich mir dann mein Mittagessen kaufte. Leider gab es in der Nähe keinen Picknickplatz und so bin ich bis zum See am Campingplatz gelaufen und habe dort gegessen. Anschließend ging es erst zum Zelt zurück. Da die Nachbarschaft dort aktiv war und Musik lief, bin ich an den angrenzenden Fluss – die Durance. Im Hintergrund und auf einem aufgezoomten Foto ist ein Berg mit einem mächtigen Schneeplateau zu sehen. Das ist der Mont Pelvoux (3946m hoch) dessen „Gletschermilch“ (feiner Abrieb von Gesteinen) die Ursache für die milchige Farbe der Durance ist. Durch die Lichtbrechung wirkt das Wasser türkis.

Was die KI so alles weiß 🙂. Sie hat aufgrund der Wolken auf dem Foto auch gleich gefragt, ob ich den Ort bald verlassen werde, wegen des drohenden Schlechtwetters 😯. Achso stimmt, für heute war ja wieder Gewitter angekündigt. Aber ich hatte von der Stelle am Fluß nur 2 Minuten zum Zelt. Irgendwann war dann die Sonne durch die Bewölkung weg und es wehte ein noch angenehmer Wind. Genau richtig, um noch etwas auf der Wiese neben dem Zelt zu chillen. Und die Nachbarschaft war ausgeflogen. Während ich so auf der Wiese lag, fuhren zwei Camper nicht unweit von mir auf die Wiese. Zwei deutsche Kennzeichen, eines war MZ 🙂. Der Regen ließ dann auch nicht lange auf sich warten, begleitet von Donner. Als ich nach dem Regen zur Toilette ging, sah ich, dass sich noch ein Camper mit MZ-Kennzeichen eingefunden hat. Vielleicht haben sich Deutsche dort verabredet – das sah nach Gruppe aus.
Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen

10.07. Abschied vom Camping Le Chanterane

Das letzte Mal Schnarchkonzert in der Nacht 🙂, hoffentlich 😉.
Heute hieß es Abschied nehmen – vom Campingplatz, von Saint Véran, vom Queyras.
Der Wecker hat mich um 6h aus dem Schlaf gerissen. So langsam fing ich dann schon mal an Sachen zu sortieren und zusammenzupacken, bevor ich die Sanitäranlagen aufsuchte. Anschließend Zelt abbauen und Rucksack packen. Gegen 8h holte ich dann noch mein Frühstück ab. Noch einmal auf dem Platz frühstücken, dann war es auch schon Zeit zum Gehen. Ich verabschiedete mich noch von der sehr freundlichen Betreiberin von Camping Le Chanterane (der singende Frosch), sattelte auf – also mich – und machte mich auf nach Saint Véran. Mein Bus fuhr gegen 10h ab und nach einem Bus-Wechsel war ich gegen 11h am Bahnhof Mont Dauphin Guillestre. Bei der Anfahrt konnte man schon Teile der historische Festungsanlage auf einem Felsplateau erkennen. Dort will ich morgen hin. Vom Bahnhof zum Camping du lac – „les Iscles“ sind etwas mehr als 1km. Ein Campingplatz an einem Bade- und Freizeitsee. Das Einchecken ging schnell, da ich alles schon online abgewickelt hatte. Nur den Platz hatte ich getauscht, was aber kein Problem war. Ich hatte mir ein schattigeres und einsameres Plätzchen weiter weg vom Trubel ausgesucht. Wow, die haben bei den Toiletten sogar Toilettenpapier 🙂. Keine Ahnung, ob das ein Muss ist bei 3 Sternen. Ich hatte den Platz vor allem ausgewählt, weil er zum Bahnhof der nächst gelegene Campingplatz ist. Etwas zum Frühstück für morgen hatte ich in dem kleinen Markt am Campingplatz auch schon bestellt. Wo bzw. ob ich morgen Café bekomme, weiß ich nicht nicht. Zum Mittag gab es eine Portion Fritten und dann lag ich am Zelt im Gras und habe die Atmosphäre wirken lassen. Mit dem Smartphone hatte ich mich auch noch beschäftigt. Der Himmel hatte sich da schon zugezogen und dann fing es auch an windig zu werden und zu donnern. Dann eben ins Zelt, und bald darauf ging es dann auch weiter mit Regen, Blitz und Donner. Das sah nach Fernsehabend aus. Das Gewitter war nicht mehr weit weg. Ui, dann sah ich, dass an der Innenseite des Außenzeltes an zwei Stellen eine Wasserspur zu sehen ist. Mir ist schon aufgefallen, dass ich vermutlich oben am Zelt ein Mikroloch habe. Wenn die Sonnenstrahlen von oben einfallen, ist manchmal ein hell leuchtender Punkt an der Innendecke zu sehen. Schade, überall Baustellen bei dem Zelt. Es hat aber auch schon ein gewisses Alter. Ich bin eher für Reparatur solcher Dinge. Und ich mag dieses Zelt auch wegen des geringen Gewichts (trotz ausreichendem Platz) und der Vielseitigkeit. Das defekte Gestänge und den Gummi darin auszutauschen, sollte wohl kein Problem sein, wobei ich die genauen Kosten noch nicht kenne. Einen Riss in der Außenhülle abzudichten, wäre wohl das Einfachste. Aber alle Mikrolöcher zu finden und abzudichten wird vermutlich schon aufwändiger. Und der Austausch des Reißverschlusses bei dem dünnen Meshgewebe des Innenzeltes ist schon eine größere Herausforderung. Und wenn man dann nochmal alles zusammenrechnet muss man wirklich darüber nachdenken, ob es sich lohnt. Aber das Zelt, in dem ich gerade liege und mich auch weitgehend noch schützt, dann doch einfach so aufzugeben, finde ich auch schade. Jedoch auf eine Bergtour wollte ich mit diesem Zelt im jetzigen Zustand auch nicht mehr gehen. Naja, mal schauen, was ich da mache. Nachdem dann der Regen vorbei war, bekam ich Nachbarschaft von ein paar jungen Männer schräg gegenüber, die sich viel und lange zu erzählen hatten. Irgendwann bin ich dann eingeschlafen und später wieder von dem Gerede kurz wach geworden als es schon dunkel war. Scheint eine kleine Party-Gesellschaft zu sein. 
Veröffentlicht unter Allgemein | 2 Kommentare

09.07. Tag auf dem Campingplatz

Für heute hatte ich mir wieder ein Baguette bestellt – das Molinarde, soweit ich weiß, mit einer speziellen Mehlmischung. Was soll ich sagen, das war auch gut. Heute hatte ich viel Foto- und Videomaterial von gestern angefangen zu sichten und zu bearbeiten. Und am Blog habe ich auch noch weitergeschrieben. Die Zeit verging wie im Flug. Zwischendurch hatte ich mich wieder mit dem Zelt beschäftigen müssen. Das Klebeband war verrutscht und hat das Reparaturrohr nicht mehr richtig fixiert. Nachdem das wieder gerichtet war, hatte ich mich wieder mit dem Reißverschluss des Innenzeltes beschäftigt. Ich hatte ja schon vor einiger Zeit extra eine kleine Zange gekauft, um den Schieber etwas zusammenzudrücken. Aber das Problem tritt jetzt gerade immer öfter auf, dass der Reißverschluss sich stellenweise durch Spannung öffnet bzw. nicht mehr durchgängig schließt. Möglicherweise sind die Plastikzähnchen abgenutzt. Naja, die paar Tage wird es noch irgendwie gehen und dann muss ich schauen.
Nachdem es heute Mittag das restliche Baguette mit der restlichen Salami gab, wollte ich heute Abend unbedingt mal die Tourtons du Champsaur probieren. Eine regionale Spezialität, die man hier öfter in Geschäften oder in der Gastronomie findet. Und auf dem Campingplatz werden die an zwei Tagen in der Woche abends aus dem Food-Truck angeboten. Kleine unterschiedlich gefüllte und frittierte Teigtaschen. Ich hatte welche mit Blauschimmelkäse, mit Kartoffelcreme, Spinat, Tomate-Mozarella und eine Süße mit Blaubeeren. Tja, kann man essen. Aber die haben mich jetzt nicht wirklich abgeholt. Vielleicht gibt es ja bessere Exemplare. Erstmal der Teig – scheint mir ein frittierter Flammkuchenteig zu sein. Bröselig und trocken. Die Füllungen waren jetzt auch nicht der Burner. Aber ein Versuch war es wert und ich war satt 🙂.
Heute lade ich noch die restlichen Fotos von gestern mit hoch. Von heute sind nur die vier Fotos zu den
Tourtons.
Veröffentlicht unter Allgemein | 2 Kommentare

08.07. Auf nach Italia

Der Wecker war für 05.30h gestellt, ich war schon kurz davor wach. Heute stand eine längere Tour an, die über die Grenze nach Italien führte. An reinem Fußweg insgesamt so 23-24 Km. Zum Glück hatte ich das erst im Nachhinein zusammengezählt 🙂. Ich nutzte eine fertige Route (Tour Tête des Toilies) aus dem Internet, die knapp 15 Km lang ist. Aber ich muss ja noch noch die Strecke zwischen Campingplatz und Saint Véran sowie die Strecke von der Endbushaltestelle bis zum Startpunkt der Route mit dazurechnen. Ich habe die Navette für die Auf- und Abfahrt genutzt, sonst wäre mir die Laufstrecke zu lang geworden. Den Rucksack hatte ich am Vorabend schon vorgepackt. Nach dem Wachwerden habe ich mir ein  Pausen-Baguette gerichtet und noch  etwas Marmelade für das Frühstück abgefüllt, das ich erst vor Saint Véran einnehmen wollte. Dann kam die gute Hirschtalgcreme zum Einsatz, um einer Blasenbildung entgegenzuwirken. Bei längeren Touren sind auch ein paar Wechselsocken sinnvoll. Ebenfalls wichtig – Sonnencreme nicht vergessen. Durch einen kühlen Wind in hoher Region, kann man schon mal die Sonnenstrahlen und die UV- Strahlung ausblenden. Aber ohne Sonnencreme merke ich es schon deutlich an der Haut. Eigentlich trage ich auf längeren Touren, vor allem bei praller Sonnenstrahlung ohne Schatten, zwei Merinoshirts – ein T-Shirt und ein Langarmshirt darüber. Das hat sich als Sonnenschutz und Schweißregulator bewährt. Und natürlich einen Sonnenhut. Als Hosen dünne, schnelltrocknende (Zip-Off) – wobei ich die Hosenbeine bei Bedarf einfach hoch krempele. Nachdem ich mich dann noch frisch gemacht und den Rucksack fertig gepackt hatte, bin ich gegen kurz nach 06h losgelaufen. Wie geplant, folgte kurz vor der Navette Haltestelle das Frühstück. Heute hatte das auch mit dem Shuttle-Bus funktioniert. Bei den anderen Busfahrplänen blicke ich jetzt auch besser durch. Mir ist aufgefallen, dass
la carotte die Öffnungszeiten angepasst hat (Hauptzeit), die hatten heute schon um 07.30h geöffnet. Einige andere Läden machen jetzt auch früher auf bzw. sehe ich überhaupt mal geöffnet.
Die Passagieranzahl war heute Morgen überschaubar und die Fahrt startete ca. 7.45h erst zur zweiten Haltestelle und dann ging es weiter bergauf zur Endhaltestelle.
Es folgte ein langwieriger Marsch auf der bekannten breiten Piste hoch auf Höhe des Refuge Blanche. Dann wurde es steiler. Die Route führte über mehrere Bergpässe auf- und abwärts und an mehreren Seen vorbei bis zu  einer Höhe von 2955m. Die naheliegenden Berggipfel hatte ich ausgelassen, da die Tour auch so schon lang genug war. Es ging zuerst zum Col de la Noire hoch. Mir fielen die vielen grünen Gesteine auf. Google sagte, ich bin auf einen ehemaligen Meeresboden des Piemont-Liguro-Ozeans gestoßen, der vor über 150 Millionen Jahre existierte, und darüber gelaufen. Anschließend ging es runter zum Bergsee (Lac) Noire, weiter über die Grenze nach Italien (tatsächlich fuhren da oben Leute mit Mountainbikes rum) und nach einer Pause an einem See, in dem man kleine Fischchen schwimmen sehen konnte (siehe Video), führte die Route zum Colle del Longet. Völlig im Flow beim Abstieg vom Bergpass und gefesselt von dem sich immer wieder ändernden Panorama, sah ich noch ein Hinweisschild zum Refuge Blanche, das auf dem Boden lag und nach links zeigte, lief aber weiter bergab und nach rechts, bis ich nach ca. 50 Meter stoppte und was in mir sagte – checke die Route. Gesagt-  getan, die 50 Meter mussten wieder zurück hochgelaufen werden und es ging nicht abwärts, sondern erstmal wieder aufwärts zum letzten Bergpass, dem Col Blanchet. Von da aus ging es wieder runter und nach einiger Zeit konnte man das Refuge Blanche sehen, auf dessen Höhe ich morgens an anderer Stelle aufgestiegen bin. Und beim Abstieg kam mir tatsächlich ein Wanderesel entgegen – wow. Diese lange, steile und steinige Strecke da komplett hoch, und wohin dann? Die Esel von Quey’âne sind das anscheinend wohl gewohnt.
Aber als ich das sah, hatte ich Zweifel diese Tour mit einem bepackten Esel machen zu wollen. Ich war ja schon einmal nah dran. Jetzt müsste ich wirklich nochmal in mich gehen, ob es so eine oder doch eine etwas entschärfte Variante sein sollte. Es begegneten mir noch drei weitere Wanderesel – auf nicht so steilem Terrain. Ob die den gleichen Weg genommen haben?
Ich war noch ein gutes Stück von der Bushaltestelle entfernt, sah aber schon den ersten Nachmittags-Bus, der um 16h abfahren sollte. Da ich nicht damit gerechnet hatte, es bis zur Abfahrt zum Bus zu schaffen, bin ich normal weitergelaufen. Aber der Bus fuhr zur Abfahrtszeit nicht weg. Vor mir liefen noch andere Wanderer, die wohl ebenfalls zum Bus wollten. Sie liefen schnell und irgendwann rannten sie. Ok, ich überlegte – auch rennen? Vielleicht wartete der Fahrer absichtlich, bis der Bus voll ist. Also nahm ich die Beine in die Hand und rannte ebenfalls dem Bus entgegen. Der stand bei meiner Ankunft immer noch da und war schon ziemlich gefüllt, so dass ich im Gang stand. Der Busfahrer wartete dann noch auf weitere Wanderer, die noch Richtung Bus liefen, ohne zu rennen. Ok, vielleicht hatte der Busfahrer das heute Morgen zu einigen Fahrgästen beim Ausstieg gesagt: Der Bus fährt erst los, wenn er voll ist, oder der Fahrer keine Leute mehr entgegenlaufen sieht, oder bitte winken, wenn Sie mitfahren möchten. Keine Ahnung – aber ich habe es ja geschafft. Und der Bus war jetzt richtig voll und fuhr los. Es wurde immer wärmer und ich schwitzte immer mehr und irgendwie kam auch Staub in den Bus. Die Luft war dick. Und als wir endlich in Saint Véran ankamen, musste ich erst den nahen Brunnen ansteuern und mich erfrischen. Wenn „EAU POTABLE“ dran steht ist es Trinkwasser, „EAU NON POTABLE“ entsprechend kein Trinkwasser. Was für ein Tag – was für ein anstrengender Tag – was für ein großartiger Tag! Das war eine richtig gute Abschluss-Tour und ich war sehr bzw. bin sehr glücklich über diesen Tag. Jetzt mache ich nur noch kleinere Touren in diesem Urlaub, denke ich 😉.
Und um den Tag perfekt ausklingen zu lassen, musste es noch einen kulinarischen Abschluss geben. Zunächst hatte ich richtige Lust auf eine Blaubeer-Tarte (Kuchen) – aber wo? Ich sah dann ein Schild mit genau diesem Kuchen drauf. Also hin. Die Ernüchterung kam bald – es gab nur noch ein Stück, aber es war nicht die typische Blaubeer-Tarte. Diese hier war mit Blaubeeren belegt (was ja nicht unbedingt schlecht sein muss) und hat mich aber auch irgendwie äußerlich nicht so angesprochen. Die Variante, die ich kenne, hat eine Schicht Blaubeermasse drauf. Es gab noch Schokokuchen, Tiramisu und Panna Cotta. Hmm, dann eher Panna Cotta. Die kam dann, nach meinem Eindruck nach, mit Blaubeer-Marmelade. Dazu gab es einen kurzen Café. Der Café war gut.
Die Panna Cotta war ok, es hätte ein frischeres Topping sein können, als einfach nur Marmelade. 9,-€ für diese Kombi war als Abschluss für diesen schönen Tag akzeptabel. Aber es bestand auch kein Wiederholungsgrund. Wenn ich das mit dem tollen Frühstück vergleiche, das ich hier in Saint Véran hatte und das 10,-€ kostete, kam Tarte und Café definitiv nicht an das  Preis-Leistungsverhältnis dort heran.
Der erste Lust war befriedigt, danach musste noch der Hunger gestillt werden. Es war schon 17.30h – eine gute Zeit für eine schnelle Pizza 🙂.
Mit schnell war dann nichts, der Pizzamann gab mir 1 Stunde Wartezeit vor. Kein Problem, die Stunde ging schnell rum und ich genoß meine 4-Käse Pizza im Schatten auf einer Mauer.
Es war schön, einfach nur in Saint Véran zu sein. Der Ort war schon relativ leer, das Wetter war angenehm und die Atmosphäre war einfach schön. Ich wollte gar nicht auf den Campingplatz zurück und hätte mich auch gut auf die Mauer schlafen legen können.
Gegen 19h bin ich dann aber doch satt, sehr zufrieden und glücklich aus Saint Véran raus und zum Campingplatz gelaufen.
Ein Tag voller schöner Eindrücke ging zu Ende. Videos zur Tour habe ich auf die Videoseite Queyras hochgeladen.
Die Fotos von heute kann ich nicht alle auf einmal hochladen, der Rest kommt am nächsten Tag mit dazu.
Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen

07.07. Kraft sammeln

Heute war wieder überwiegend ein Camp-Tag. Zunächst gemütlich frühstücken, dann duschen. Die Sanitäranlagen werden täglich zwischen 10.30h und 11.30h gereinigt. Wenn man danach geht, hat man eine saubere Dusche. Dann plante ich noch meine letzte größere Tour vor dem Verlassen des Campingplatzes und fing auch mit der Organisation des letzten Abschnittes meines Urlaubes sowie der Rückreise nach Hause an. Morgen werde ich noch einmal eine längere Tour von diesem Campingplatz aus unternehmen. Dann voraussichtlich so um den 10.07. diesen Ort verlassen und mich auf einen Campingplatz nahe dem Bahnhof Mont Dauphin – Guillestre begeben. Das wird dann der letzte Campingplatz in diesen Urlaub sein. Dort werde ich dann noch 4 Tage verbringen und anschließend mit Zwischenaufenthalt in Marseille die Heimreise antreten. Spät am Nachmittag bin ich dann noch zum Einkaufen nach Molines gelaufen. Im Proxi kaufte ich Wurst für die morgige Wanderung und wieder einen kleinen Ziegenkäse, aber der war diesmal anders. Eher wie ein schnittfester Frischkäse – aber auch gut. Die reife Variante gefällt mir aber besser. In der Bäckerei in Molines holte ich dann noch ein Baguette – diesmal ein Authentique. Mit dem Einkauf ging es wieder zum Campingplatz hoch und ins Zelt zum Essen und Schlafen. Dieses Baguette war auch lecker.

Veröffentlicht unter Allgemein | 2 Kommentare

06.07. Zum Col des Estronques

Irgendwann gestern spät am Abend war dann endlich die Musik aus und das Schnarchen hielt sich in Grenzen. Somit war die Nacht ok.
Heute Morgen habe ich mein bestelltes Baguette auf dem Campingplatz abholen wollen. Die Bäckerei hat jedoch ein anderes geliefert. Nicht tragisch, das wollte ich auch noch probieren. Ich bekam heute eine Queyras Variante, ich glaube mit Roggenanteil und noch irgendwelche Körner oder Samen waren da zu sehen. War voll ok – eben nicht das typische Baguette, das die Franzosen so essen. Für morgen habe ich zwei Rosinenschnecken bestellt.
Nachdem ich mich gestärkt hatte, ging es los. Heute stand wieder ein Bergpass an, der Col des Estronques (2651m). Also los, erstmal nach Saint Véran. Dann an der Herberge vorbei, in der ich bei der Ankunft in Saint Véran übernachtet hatte. Dort kann man auch Esel leihen 🙂. Ich hatte vor zwei Jahren diesbezüglich schon mal Kontakt dahin. Natürlich musste ich da heute kurz vorbeigehen und wurde Zeuge, wie ein Esel ein paar Mal gegen die Fahrertür eines Autos mit deutschem Kennzeichen eintrat 😯. Dann ging er wieder weg. Er war mit einem langen Seil in der Nähe angebunden. Ich hätte gerne Mal gewusst, was ihn da geritten hat. Nach dem Spektakel ging es dann weiter. Gegen 10.45h kam ich an ein Schild, dass 2h45 bis hoch zum Col an gab, der zu dem Zeitpunkt fast 5Km entfernt war. Ich rechne für mich bei den Angaben meist mehr, ich bin eher ein gemächlicher Wanderer – erst recht mit Rucksack. Aber nicht trödeln, denn ich musste die Strecke ja auch wieder zurücklaufen. Es war wieder sehr sonnig, kaum ein Wölkchen am Himmel und es ging etwas Wind. Zunächst kamen mir nur Wanderer entgegen. Diese Strecke ist Teil des Gr58, einem mehrtägigen Rundwanderweg im Queyras. Ich denke die meisten Wanderer gehen auf der einen Seite hoch und auf der anderen Seite wieder runter. Die GR58 Wanderer kamen mir entgegen und liefen in Richtung Saint Véran und dann vermutlich weiter Richtung Refuge de la Blanche. Ein Paar, das nur den Bergpass bewanderte, ist mit dem Bus von der anderen Seite hier rüber nach Saint Véran gefahren und dann zurückgelaufen. Ich hatte die selbe Strecke wie zum Col hoch auch wieder runter geplant. Eine Rundstrecke hatte ich keine gefunden, die von der Kilometerzahl gepasst hätte und die auf Wanderer Niveau ist. Klettern wollte ich nicht. Der Aufstieg war ok und ich dachte schon relativ am Anfang der Anstrengung an eine Belohnung nach der Wanderung. Irgendwie muss man sich ja bei Laune halten 😉. Und was liegt da näher als Pizza 😁. Ich kam innerhalb der Zeit oben an und machte natürlich erstmal Pause, bevor es wieder an den Abstieg ging. Unterwegs machten ein Vater und Sohn mit einem Esel Pause 🙂. Schön, das zu sehen. Und schön, dass der Esel das mitmacht, es ging für sie bisher ja auch nur bergauf. Ich kam dann noch an einer Schaf- und Ziegenherde vorbei. Der Patou kam nur kurz schauen, drehte sich um und lief wieder weg. War wohl schon ein erfahrenes und entspanntes Exemplar. Mein Belohnungszentrum hatte sich mittlerweile umentschieden. Da es oben am Col nur einen Riegel und Apfelmus gab, bestand mein Körper nicht mehr auf Pizza, sondern auf reichlich sichtliches Protein – Fleisch, Käse, Fett 🙂. Das passte auch ganz gut. Ich kam ohnehin an La Carotto vorbei und der Pizzamann fängt wohl eh erst frühestens um 17h mit Pizza machen an. Ich lag gut in der Zeit und war schon früh am Lebensmittelladen. Ein Stück Baguette hatte ich noch. Also so ein kleiner Ziegenkäse musste mit – den hatte ich schon mal gekauft und ich finde den toll. Dann noch eine Fleisch-Terine – etwas Fleischiges in Wurstform im Glas. Vielleicht mit Bratwurst in der Dose/im Glas vergleichbar, nur nicht ganz so fest.
Das reichte schon – ach ja und eine andere Sorte Chips 😉. Und los ging es die letzten Kilometer zum Campingplatz. Kurz entspannen und dann essen. Schnell war es Abend und ich war schon recht müde in den Schlafsack gekrochen.
Veröffentlicht unter Allgemein | 5 Kommentare