23.06. Wieder in den Bergen

 Die Nacht war angenehm ruhig ☺️. Und heute Morgen schien auch schon wieder die Sonne. Ich liebe es in Frankreich 🥰, in manchen „einfachen“ Gîtes hat man zum Frühstück Filterkaffee, warme Milch und kleine Schalen und kann sich dann seinen Café au Lait im Schälchen aufgießen ☺️. Ich liebe das – hatte ich das schon erwähnt? 😉

Nach dem Frühstück ging es dann zusammen mit Picknick-Proviant so langsam los. Der Rucksack hatte immer noch nicht mein Wohlfühlgewicht, aber für kürzere Strecken war es ok. Erst wollte ich nochmal hoch nach Saint Véran rein und mich dort umschauen, insbesondere was die Lebensmittelversorgung angeht. Der Ort liegt zwar eine Gehstunde von dem anvisierten Campingplatz entfernt und auch höher, aber gut, wenn man weiß, wo man mit was fündig wird. Ich bin dann durch den relativ kleinen Ort durchgeschlendert, der auch ein Skiort ist. Man sieht eine Konstruktion, vermutlich für einen 
Ski-Lift, und es gibt auch Sportgeschäfte für Skier. Außerdem gibt es auch einige Unterkünfte und gastronomische Angebote. Einen Lebensmittelladen gibt es evt. auch – ich habe etwas gesehen, das möglicherweise ein kleines überschaubares Sortiment haben könnte, aber das Geschäft war zu dem Zeitpunkt geschlossen. Ca. 2Km vom Campingplatz entfernt, in Molines, sollte es aber auch einen Einkaufsladen geben. Nun, ich bin am anderen Ende aus dem Ort hinaus gelaufen und habe eine Schleife gedreht, so dass ich etwas oberhalb wieder die Ortsmitte ansteuerte. Begleitet von den Rufen der Murmeltiere (auf einem Foto ist eines der Tiere bei genauerem Hinsehen zu erkennen), vorbei an einer eingezäunten Schafherde mit Schutzhund. Und dann, was war das? Auf einer Weide standen zwei Esel und zwei andere liefen frei vor mir auf dem Weg – allerdings mit Glocken um den Hals. Das waren Mini-Esel. Wenn der Kleine, der auf mich zukam, noch etwas kleiner gewesen wäre, wäre er schwups in meinem Rucksack gelandet, Kopf rausschauend 😁. Seine Beine sind nicht viel länger als die Ohren 😁. Aber ich habe ihn dann doch zurückgelassen. Es folgte ein kurzes Picknick im Ort und dann machte ich mich auf den Weg zum Campingplatz, erst etwas aufwärts und dann wieder abwärts. Ich kam an eine Stelle, an der Hirtenhunde standen und sich von einem älteren Paar streicheln ließen, der eine Hund hatte Angst vor mir? Ich bin eigentlich nur vorbeigelaufen und er duckte sich vor mir weg. Sehe ich so gefährlich aus? Dann waren da noch drei weiße Herdenschutzhunde – Patous. Die Schafherde graste etwas höher und weiter weg. Ein Patou lag bei ihr, ein anderer kam auf das Paar zu und bellte sie an (nicht aggressiv, aber bestimmt), so nach dem Motto: weitergehen, hier gibt es nichts für euch. Er begleitetete das Paar noch etwas bellend und das war es. Ich kam dann schon mittags am Campingplatz an und konnte mein Zelt schattig unter Bäumen aufstellen. Check-in war aber erst später.
Gegen 15h donnerte es dann als ich an meinem Zelt saß. Ich hatte schon vorher gemerkt, dass es sich in einer Himmelsrichtung zuzieht und dunkler wird. Dann zog auch Wind auf. Heute Nacht wird es wohl kälter, den Temperaturunterschied merkte ich schon am Nachmittag. Vielleicht sollte ich mir doch noch schnell so einen kleinen Mini-Esel von der Weide holen? 😁. Gegen 16h regnete es dann ordentlich, begleitet von Donner. Nach ungefähr einer halben Stunde war es dann erstmal vorbei. Das Zelt habe ich dann vorne noch mit einer zweiten Zeltschnur stabilisiert. Es hatte nach dem Wind schon erkennbar an Straffheit verloren und ich habe nachgezogen. Heute Nacht möchte ich wegen so etwas nicht raus müssen. Ich hatte mich dann nach dem Regen eingecheckt. Im Internet las ich, dass man bei der Campingplatz-Rezeption für morgens Backwaren bestellen kann. Ja, leider aber erst ab Juli. Café kann man dort bekommen. Naja, eine Bäckerei gibt es ca. 2Km entfernt in Molines. Theoretisch habe ich noch etwas, ich hatte am Bahnhof in Marseille kleine Küchelchen gekauft. Aber Mal schauen, vermutlich laufe ich zur Bäckerei, weil es in dem Ort auch einen Lebensmittelmarkt gibt. Das Abendessen gab es kurz vor 18h im Zelt. Auf dem Campingplatz gibt es zwar auch überdachte Stellen, wo man essen kann, aber im Zelt fand ich es gemütlicher. Als Unterhaltungsprogramm gab es Regen. Die nächsten Tage werden nachmittags ähnlich aussehen – Gewitter und Regen. Da fällt mir ein, ich muss mir unbedingt so einen Mini-Esel holen ☺️. Die Minions werden hoffentlich auch eine Unterstellmöglichkeit haben. In meinem 1-Zimmer Appartement kann ich eigentlich viel machen. Außer Schlaf- u. Ankleidezimmer ist es auch ein Esszimmer, Fernsehzimmer und Bürozimmer 🙂. Mit extra Kleidungsschichten und auch gleich mit zwei Paar Socken an und Mütze auf, lag ich schon gegen 18h im Zelt. Mit allem was mein Rucksack so her gab, habe ich dann auch noch die Zeltwände um den Kopf herum und an den Füßen verstärkt. Da lohnt sich jedes einzelne Fertiggericht, dass ich mit geschleppt habe 😉. Dann lauschte ich dem Regen und dem Donner und dachte an Frühstück 😊 und habe an meinem Blog geschrieben. Als ich mir die Fotos anschaute, fand ich es wieder sehr herzlich, dass man auf dem Campingplatz eine Holzbox aufgestellt hat, um das trockene Brot für Tiere zu sammeln. Und abgebildet sind Hase und Esel 🙂. Gute Nacht 🙂.
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6 Kommentare zu 23.06. Wieder in den Bergen

  1. Triin sagt:

    Die Eselchen sind natürlich supersüß! Sind das wirklich ausgewachsene Eseln? So kleine habe ich noch gar nicht gesehen.

    Das Bergdörfchen ist schön – die alten Häuser sehen cool aus!

  2. Sandro sagt:

    Keine Ahnung, ob die ausgewachsen sind. Die haben auch nicht wirklich viel gesprochen 😉, eher Zeichensprache 🙂. Ich dachte einfach das sind Mini-Esel, andere hatte ich nicht gesehen. Alte Häuschen hat es hier schon viele, auch mit Sonnenuhren. Aber mein Favorit ist das alte Backhaus 🙂

  3. Sandro sagt:

    Ich glaube das Interesse in der Allgemeinheit an solchen Möglichkeiten wächst wieder. Oder anders ausgedrückt, wenn es wieder solche in Betrieb befindlichen Backhäuser geben würde, würden sie auch genutzt werden, denke ich.

    • Triin sagt:

      Das stimmt, es ist wieder IN die Sachen der Allgemeinheit zu haben und zu nutzen (so sind auch die Scooter und co – einfach irgendwo nehmen und nutzen)

  4. Sandro sagt:

    Es könnten auch mehr Bäcker geben, die wieder so backen 😊.

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