27.06. Bekannte Gesichter

Heute Morgen hieß es wieder 1 Std. nach Saint Véran laufen. Kurz nachdem ich den Campingplatz verlassen hatte, kam ich an eine Abzweigung. Dort stand ein Schild für den rechten Weg: Für Fußgänger und Radfahrer gesperrt wegen Einsturzgefahr. Genau daher kam ich mit den beiden Patous. Ich hatte kein Schild gesehen, aber ich stieß auch von der Station her auf den Weg. Ich kann mich schon an eine Stelle erinnern, die nach einem Erdrutsch aussah, aber sah auch begehbar und nicht gefährlich aus und wir sind drüber gegangen. Ich ging dann heute den anderen Weg nach Saint Véran und dort gab es mal ein Baguette mit regionalem Käse belegt. Während dem Frühstück genoss ich den Ausblick und recherchierte am Smartphone. Noch etwas durch den Ort geschlendert und dabei ein weiteres altes Backhaus entdeckt und dann ging es die Strecke um die Mittagszeit wieder zurück. Dabei kamen mir noch in Saint Véran zwei bekannte Gesichter entgegen. Die beiden Mini-Esel liefen in das Dörfchen rein, als ob sie das immer tun. Mit Glöckchen und nahmen das eine und andere Grüne vom Wegesrand dabei mit.
Am Campingplatz angekommen, recherchierte ich weiter für meine morgige Tour und machte ein kurzes Mittagsschläfchen. Als ich nach dem Aufwachen aus dem Zelt sah, kam da ein älterer Mann über den Platz gelaufen mit einem jungen Patou auf dem Arm 😁. Oje, hoffentlich hat der Kleine keinen Ärger bekommen. Abend wollte ich unbedingt nochmal nach Saint Véran laufen zum Abendessen – Pizza aus dem Holzofen 😊. Auch wenn das nicht typisch französisch oder regional ist, musste ich es testen. Es war in einem kleinen Laden, der einige Lebensmittel zum Verkauf hat und am späten Nachmittag seinen Holzofen für Pizza anfeuert. Im Laden wird man schon leicht mitgeräuchert 😉. Also wieder eine Stunde hin, gegessen und gegen Abend wieder die 4 Km zurückgelaufen. Begleitet vom fast alltäglichen Nachmittags- / Abendgewitter. Aber man hörte es nur, es war weiter weg. Für morgen sagte eigentlich eine App mal kein Gewitter voraus, aber dafür eine andere. Man muss hier eigentlich jeden Tag mit Gewitter rechnen, aber sie müssen nicht unbedingt über einen stattfinden. Und wichtig ist, dass wenn man hoch aufsteigt, zur Gewitterzeit wieder in sicherer Höhe und Umgebung ist. So, morgen will ich frühzeitig los, deswegen geht es heute auch früher in den Schlafsack 😉. Heute Abend ist es spürbar wärmer als die letzten Tage. Ich werde heute auf Regenklamotten verzichten und mich mal leichter anziehen können für die Nacht 🙂. Der Campingplatz wurde heute voller. Eine kleine Männergruppe, die in Zelten übernachten, haben sich in unmittelbarer Nähe niedergelassen und vereinzelt noch andere Durchreisende. Ursprünglich hatte ich ja bis 29.06. hier gebucht, da ich mit dem Gedanken spielte in den Mercantour, einem anderen Nationalpark, weiterzureisen. Aber ich habe mich jetzt entschieden, hier zu verlängern. Erstmal 6 weitere Tage, mit Option auf Verlängerung. Es hat auch schon was Schönes, wenn man sich langsam „einlebt“ und man ja eigentlich das hat, was man möchte oder braucht. Und zur Ruhe kommt. Sicher, wieder eine neue Umgebung zu sehen, ist auch spannend. Aber die Berge hier sind es auch und ich habe bisher nur einen kleinen Teil gesehen. Und wenn ab Anfang Juli der Sommerfahrplan gilt, bin ich auch flexibler. Dann kann ich zum Beispiel auch mal in einen Waschsalon fahren.
So, Zeit zum Schlafen, gute Nacht 🙂.
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2 Kommentare zu 27.06. Bekannte Gesichter

  1. Triin sagt:

    Die Miniesel hätte man doch locker in die Tasche packen können. Und einen so Wollhund auch noch dazu… Sind die Eseln die Wachmeister vom Dorf?

    Die Pizza sieht aus wie Flammkuchen. Die Bäckerei oder die Hütte für das Backofen sieht schon cool aus – einfach und rustikal, ohne Schnick-Schnack und sonstigen übermodernisierten Glanz. Keine Ahnung, was ich mit alten Häusern habe, aber irgendwie sympathisieren diese mir viel, viel mehr als die ganzen tollen modernen Häuschen.
    Die Häuser auf den Fotos, wo die Balköne zwar einsturzgefährdet aussehen, sehen toll aus!

  2. Sandro sagt:

    Mit den Eseln weiß ich auch nicht, da war Restaurant-Angestellte, die auch etwas überrascht aussahen. Ich glaube nicht, dass die jeden Tag da durch die Gassen laufen. Das Backhaus wird wohl auch noch benutzt.

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