14.06. Letzter Wandertag mit Coquine

Heute sollte es früh losgehen. Zur Eselfarm sind es zwar nur knapp 12 km, aber das alleine zählt ja nicht.
So war ich schon ohne Wecker vor 06h wach und habe dann auch gleich nach Coquine geschaut. Als ich rief, kam sie dann auch und wollte schon mit rausgehen. Aber soweit war ich ja noch nicht. Ich wollte erstmal schauen, ob mit ihr alles ok ist. Ich bin dann zum Frühstück und anschließend mit Picknick-Tüte ausgestattet zum Zeltplatz. Nachdem ich das Gepäck vorbereitet hatte, wollte ich Coquine holen. Aber ich sah sie nicht und sie kam auch nicht, als ich mich bemerkbar machte. Ui, Ui. Wo ist sie, das Gelände ist unübersichtlich und ich bin dann einzelne Bereiche abgelaufen. Und da kam sie zwischen den Büschen raus 🙂. Dann konnte es ja losgehen. Zuerst einen Teil des letzten Abschnittes von gestern wieder zurück, dann gemächlich mit kleineren Fresspausen weiter aufwärts. Ein Reh und zwei Frischlinge sind am bzw. über den Weg gelaufen. Zum Glück keine Bache. Irgendwann ist mir dann aufgefallen, dass die Eselfarm offiziell nachmittags erst wieder ab 16h empfängt. Also noch viel Zeit. Ich wollte aber trotzdem etwas früher dort sein. Das Taxi hatte ich ursprünglich für 16h bestellt und dann um eine halbe Stunde verlegt. Irgendwann kamen wir dann zu einer Picknick- Stelle und da gab es sogar ein Eselgehege, das man benutzen kann. Coquine hat es da anfänglich nicht so gefallen und wollte auch lieber chillen und eine Individualbehandlung haben. Hat sie dann auch bekommen. Bei der Gelegenheit habe ich mich auch gleich schon in Ruhe von Coquine verabschiedet. Nachdem sie wieder aktiver war, haben wir uns wieder startklar gemacht. Es ging weiter bergauf. Diesmal gab Coquine den Takt vor. Sie ging hinter mir und blieb ab und zu stehen. Dann blieb ich auch stehen (und das war mir auch recht 😉) – schaute aber weiter nach vorne. Meistens so nach 10-20 Sekunden merkte ich, dass sie weiterging und dann bin ich auch weiter gelaufen. So ging das eine Zeitlang. So zwischen 15.00 und 15.30h sind wir bei der Eselfarm angekommen. Es war jemand da und ich konnte schon „einchecken“. Dann ging alles schnell, das letzte Mal Pediküre und dann zum Gehege geführt. Verabschiedung gab es da keine mehr großartig, denn sie war schwups weg. Die Farm hat über 50 Esel und verfügt über ein sehr großes Waldgebiet für die Langohren. Einige befanden sich am Stall und ich wurde dazu eingeladen alle dortigen Esel zu striegeln 😁. Und da waren noch weitere Schmuser dabei. Ich habe zeitweise einen Esel gestriegelt, während ein anderer seinen Kopf an mich drückte und ich ihn gleichzeitig kraulte 😁. Wow, das war eine Striegelmania und der eine oder andere kam zweimal dran. Dann war es auch schon bald 16.30h und das Taxi war da. Auf zum Bahnhof nach Genolhac. Von dort aus wieder nach Nimes, wo ich dann abends angekommen bin. Tja, was soll ich sagen und wen wird es wundern? Krasser Unterschied. Es ist laut und es riecht überall nach Stadt. Hm. Wie auch immer, ich hatte eine Unterkunft für zwei Nächte gebucht. Dort muss ich erstmal Wäsche waschen, es ist fast alles schmutzig. Außerdem ist zu Überlegen, wie es dann weitergeht.
Glücklicherweise haben in Frankreich manche Läden auch sonntags auf, so konnte ich noch ein paar Kleinigkeiten kaufen. Und KI sei Dank, habe ich dann auch Waschmittel gekauft und keinen Entkalker 😁. Die Unterkunft ist ein Appartement, liegt sehr gut und hat sogar WLAN. Dort rein kam ich, indem ich ein Kästchen an der Tür über ein  Zahlenschloss öffnete. Darin befand sich der Chip zum Öffnen der Tür. Das Appartement befindet sich zwar im 3. Stock, aber das passt. Die Wohnung ist sauber und ich habe alles was ich brauche.
So, hier endet mein kleines Eselabenteuer mit einem zwinkernden Auge und dem Spruch: „Ein Leben ohne Esel ist möglich, aber sinnlos 😉.
Ich werde meinen Blog vorerst noch weiterführen.
Ab und zu hatte ich während der Wanderung kurze „Schnappclips“ erstellt. Also auf der Tour hätte ich manchmal auch 4 Hände gebraucht. So hatte ich oft keine Gelegenheit das Smartphone rauszuholen und in Ruhe Videoclips zu erstellen. Gerade in spontanen oder brenzligen Situationen. Trotzdem habe ich gelegentlich ein paar Momente in Kurzvideos festhalten können.
Ich habe aus einigen Clips und Fotos einen Trailer erstellen lassen. Wenn ich wieder die Gelegenheit habe, werde ich auch die einzelnen Clips hochladen.
Hier erstmal der Trailer nach den Fotos 😊.
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2 Kommentare zu 14.06. Letzter Wandertag mit Coquine

  1. Triin sagt:

    Ja, da stimme ich voll zu: „Ein Leben ohne Esel ist möglich, aber sinnlos.“ Ich würde aber noch erweitern: „Ein Leben ohne Tiere ist möglich, aber sinnlos.“

    Schön! Sehr schöne Tour! Aber ja…ohne Tiere wäre diese Tour wohl eher langweilig.

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