Heute Nacht gab es markante Tierstimmen im Wald, vermutlich Rehböcke. Klingt wie ein bellender Hund. Coquine wartete morgens schon am Gatter. Ich habe sie vorbereitet und dann sind wir gegen 08h los. Gleich zu Anfang habe ich den falschen Weg genommen. Es ging ja gestern schon durch einen dunklen Tunnel, deswegen dachte ich mir auch nichts dabei, dass dieser länger war, schätzungsweise ca 200m und teilweise regnete es von der Decke. Naja mit Taschenlampe ist Coquine brav mitgekommen. Das ich falsch war, merkte ich als wir drüben draußen waren und schon ein kurzes Stück liefen. Also nochmal durch den Tunnel zurück und auf die richtige Route. Dann kamen wir nachmittags zu einer schwierigen Passage. Diese Region ist eine Schieferstein-Gebiet. Teilweise bestehen auch die Wege aus großen oder kleinen Schiefersteine. Nun wir waren an einer Stelle, bei der es relativ steil und eng nach oben ging. Die trockene Erde machte mir auch keinen besonders stabilen Eindruck. Für mich machbar, für den Esel? Ich war mir unsicher, ob das der richtige Weg war, weil etwas unterhalb gab es auch noch einen Pfad. So beschloss ich den steilen Pfad erstmal ohne Coquine zu erkunden. Da es keine gute Stelle gab um sie fest zubinden, habe ich sie an einem Stein fixiert. Als ich den Pfad aufstieg, riss sie sich los und folgte mir eilig, sie wäre mir wohl nach gelaufen. Aber falls es nicht der richtige gewesen wäre, hätten wir da auch wieder runter müssen. Also habe ich sie wieder geschnappt und wir sind ca. 100 Meter zurückgelaufen, wo ich sie dann an einem Baum festband. Bei der Erkundung kam ich zu dem Schluss, dass der steile Weg zur Route passt. Aber ich wollte es ohne Gepäck mit Coquine versuchen. Ein richtig gutes Gefühl hatte ich jedoch nicht. Die Alternative wäre ein weiter Umweg. Aber den entgültige Entscheidung hat mir dann Coquine abgenommen, als sie von dem Anbindeplatz keinen Schritt mehr weiterlaufen wollte. Ich habe einiges versucht, aber ich dachte dann auch, WENN diese Passage dann nur freiwillig. Irgendwie viel mir auch ein Stein vom Herzen, dass wir kein Risiko eingegangen sind. Vielleicht war es ihr Instinkt, der sagte: umkehren. Also ein gutes Stück zurück und dann einen Umweg gesucht. Ich hatte für die Tour die Route erhalten, die ich in meine Navigations-App geladen habe. Nun mussten wir uns andere Wege suchen. Mal abgekommen vom Weg, dann wieder gefunden, letztendlich haben wir es dann auf die ursprüngliche Route geschafft und haben somit die schwierige Passage umgangen. Dann kamen wir wieder an einen Punkt ( Kreuzung) wo ich etwas desorientiert war, denn laut meinem Navi sollte es nach ca. 200 Meter wieder eine Abzweigung geben, die aber nicht da war. Ich habe andere Wege probiert, auch falsch. Da packte ich zum ersten Mal die Papierkarte mit der eingezeichneten Route aus, die ich von dem Eselverleiher bekommen habe. Ich kam zu dem Resultat, dass es in meinem Navi wohl ein Anzeigefehler gab, die Route stimmte dort nicht. Also bin ich nach der Papierkarte gelaufen und ich kam dann irgendwann auch wieder beim Navi auf die richtige Route. Ca. eine halbe Stunde, bevor die Rezeption des Campingplatzes (ehemaliger Bahnhof) schloss kamen wir dann gegen 18h dort an. Das müssten mit Umwegen heute so 20km gewesen sein, die ich auch in den Beinen merkte. Aber Ende gut, alles gut. 🙂 Coquine hat ihren eigenen Bereich und eine Eselmassage bekommen, ich eine Dusche und für morgen Picknick (bestellt). Das Restaurant an sich hatte (noch) nicht geöffnet. Müde packe ich mich in den Schlafsack. Gute Nacht.








Schön! Wie man sieht, langweilig wird es euch da nicht 🙂
Die Tage verfliegen, mittlerweile ist es schon der 5. Tag.