Letzten Abend gab es wohl ein Rockkonzert, vermutlich auf der anderen Flussseite. Zum Glück nicht die Nacht hindurch. Nachts bin ich dann von dem Geschrei eines kleinen Kindes aufgewacht. Es verging eine Zeit, bis es wieder ruhig war.
Dementsprechend bin ich heute erst kurz vor 8h wach geworden.
Der Reißverschluss vom Innenzelt hatte ja schon seit einiger Zeit immer weniger funktioniert. Ich hatte das Gefühl, dass durch das sanfte Zusammendrücken mit der Zange es besser wurde, doch dann ist es auf einmal immer schlimmer geworden – und ohne Zutun. Stellenweise hielte die Verzahnung nicht mehr ineinander fest und es entstanden große offene Bereiche. Ich hatte das dann einfach möglichst dicht gemacht. Kalt war es eh nicht mehr nachts und hier gab es auch weniger Fliegen.
Aber als ich dann heute Morgen einen fetten Überraschungsbesucher sah, der sich letzte Nacht wohl in das Zelt geschlichen hatte, habe ich mich doch nochmal mit dem Reißverschluss befasst – und siehe da, 1A. Ich hatte wohl zuvor die falschen Seiten des Zippers zusammengedrückt. Heute habe ich die flachen Seiten etwas gedrückt und danach ließ er sich wieder komplett zuziehen. Hoffentlich ist das Problem damit auch langfristig erledigt.
Danach bin ich zum Bäcker-Café gelaufen. Heute gab es mal einen Café auf Lait – was dort ein Espresso mit Milch (nicht warm gemacht) war. Wieder etwas wenig, also suchte ich für einen zweiten Café die andere Bäckerei auf. Danach bin ich an der Hauptstraße weiter entlang gelaufen und da sah ich einen Obststand. Ich hatte gestern schon versucht eine viertel gekühlte Melone zu bekommen. Im Bioladen hatte ich die Möglichkeit gehabt, aber die war nicht gekühlt. Der Obststand hatte kleine abgepackte Stücke. Zwar auch ungekühlt, aber das war mir dann egal. Nur was damit machen? Zum Zelt bringen? Ich wollte noch auf den Montags-Markt nach Guillestre, der nicht gerade um die Ecke war. Ich beschäftigte mich wieder mit dem Busfahrplan, bin aber letztendlich dann zum Campingplatz gelaufen. Der Plan war, das Melonenstück dort am See zu essen und danach mit der Navette zum Markt zu fahren. Am See war es aber dann so, dass ich gar keine Lust mehr hatte auf den Markt. Und dieser war auch nur bis 13h offen. So verbrachte ich viel Zeit am See und irgendwann kam die Frage auf, was ich heute Mittag/Abend esse. Um kurz vor 14h stellte ich dann fest, dass ich heute wieder nicht mit den Essenszeiten hier kompatibel bin. Also lief ich später an Nachmittag in den Supermarkt (die Strecke ist ebenerdig und von daher gut zu laufen) – das hatte sich zumindest bewährt. Die französischen Supermärkte haben ein interessantes Sortiment, was Lebensmittel betrifft und sind auch mit regionalen Produkten oft gut aufgestellt. Die ganzen Käse- und Wurstsorten und dann das Chips- Sortiment alleine von der einen Firma ist schon interessant. Wenn ich an der deutsch-französischen Grenze leben würde, wäre ich bestimmt öfter in Frankreich einkaufen, um das eine oder andere auszuprobieren. Heute gab es also wieder etwas von der heißen Theke und einen Nachtisch aus der Kühlung. Diesmal steuerte ich direkt den Campingplatz an und fand auch direkt einen Picknicktisch. So langsam aber sicher bewegte ich mich dem letzten Abend auf diesem Campingplatz entgegen. Und so verbrachte ich dann noch etwas Zeit neben dem Zelt liegend und ließ die Atmosphäre auf mich wirken bis die Sonne hinter dem Berg verschwand.




Wow…das ist ja eine schicke Spinne. Sie hat schöne Muster auf dem Rücken, wie so ein Indianer 😀
Das Croissant sieht irgendwie sehr gut aus, so wie selbstgemacht 🙂
Das ist eine Spinne, die ihre Beute jagd. Sie spinnt kein Netz. Ja, das Croissant hat sich schon merklich von den meisten anderen Standard-Croissants abgehoben. Aber ich hatte mal eines in den Vogesen gegessen, an das dieses nicht ran kommt.