11.07. Auf Erkundung

Heute Morgen war es ruhig – die Nachbarschaft schlief noch. So gegen 7.30h bin ich an den See gelaufen. Meine Bestellung konnte ich dann um 08h abholen. Das Croissant und das Pain au Chocolat aß ich am See. Dann machte ich mich zur Festungsanlage, dem befestigten Dorf Mont Dauphin auf dem Hochplateau, auf. Unterwegs steuerte ich noch eine Bäckerei an, da ich ja noch keinen Café hatte. Ein Pain aux Raisins ging dann auch noch. Den Weg zur Festung wollte ich über den Sentier de Marmottes laufen, den Murmeltier-Pfad, auf dem sich die Tierchen regelmäßig zeigen sollen. Die KI sagt: „Der Pfad schlängelt sich durch den Wald hinauf und führt dich direkt an Hängen vorbei, an denen viele zutrauliche Murmeltiere leben.“ Klingt doch vielversprechend, oder? Ok, den Aufstieg fand ich ohne Stöcke schon nicht ohne. Später fand ich raus, daß ich wohl irgendwann vom Pfad ab auf eine Abkürzung gekommen war und später wieder zurück auf den Weg kehrte. Naja, aber als ich dann oben ankam, hatte ich überhaupt keine der Tierchen auf dem Weg dorthin gesehen. Was war los? Gab es ein Murmel-Event von dem mir wieder keiner was gesagt hat? Hm, ich fand es schon merkwürdig, überall Schilder, aber keine Murmelchen. Vielleicht waren die auch vom gestrigen Regen angep*sst? Naja, dann erstmal oben umschauen. Da hatte ich mir schon etwas mehr vorgestellt. Viele Türen waren verschlossen. In dem Viertel gab es eine überschaubare Gastronomie. Einige Läden hatten geschlossen, Besucher gab es zu der Zeit, als ich oben war, nur wenig. Was für mich ok war. Aber da war jetzt nichts, was für mich Sehenswert war. Die Brunnen waren trocken. Vielleicht war ich einfach zur falschen Zeit oben oder bin falsch herangegangen. Nachdem ich eine zeitlang spazieren war, verließ ich das Plateau wieder über den Murmeltier-Pfad. Und tatsächlich an einer Stelle, an der ich aufwärts nicht vorbeikam, sah ich zweieinhalb Murmelchen. Hatten die auch einfach nichts vom Murmel-Event mitbekommen? Naja sie machten keinen interessierten Eindruck, als ging es für mich weiter. Ich lief eine Weile, bis ich endlich zu einer Brücke kam, diese überquerte und dann in einem Gewerbebereich war. Zuerst kam ich an einer Käserei vorbei, die draußen einen Käseautomaten hatte. Da kann man wohl Käse direkt kaufen oder über eine Vorbestellung dort abholen. Im Laden war ich nicht – großartig kaufen würde ich in der momentanen Situation eh nicht. Aber eine Käseverkostung wäre sicher auch mal interessant. Als nächstes besuchte ich einen Biomarkt und dann ein Intermarché Supermarkt, in dem ich mir dann mein Mittagessen kaufte. Leider gab es in der Nähe keinen Picknickplatz und so bin ich bis zum See am Campingplatz gelaufen und habe dort gegessen. Anschließend ging es erst zum Zelt zurück. Da die Nachbarschaft dort aktiv war und Musik lief, bin ich an den angrenzenden Fluss – die Durance. Im Hintergrund und auf einem aufgezoomten Foto ist ein Berg mit einem mächtigen Schneeplateau zu sehen. Das ist der Mont Pelvoux (3946m hoch) dessen „Gletschermilch“ (feiner Abrieb von Gesteinen) die Ursache für die milchige Farbe der Durance ist. Durch die Lichtbrechung wirkt das Wasser türkis.

Was die KI so alles weiß 🙂. Sie hat aufgrund der Wolken auf dem Foto auch gleich gefragt, ob ich den Ort bald verlassen werde, wegen des drohenden Schlechtwetters 😯. Achso stimmt, für heute war ja wieder Gewitter angekündigt. Aber ich hatte von der Stelle am Fluß nur 2 Minuten zum Zelt. Irgendwann war dann die Sonne durch die Bewölkung weg und es wehte ein noch angenehmer Wind. Genau richtig, um noch etwas auf der Wiese neben dem Zelt zu chillen. Und die Nachbarschaft war ausgeflogen. Während ich so auf der Wiese lag, fuhren zwei Camper nicht unweit von mir auf die Wiese. Zwei deutsche Kennzeichen, eines war MZ 🙂. Der Regen ließ dann auch nicht lange auf sich warten, begleitet von Donner. Als ich nach dem Regen zur Toilette ging, sah ich, dass sich noch ein Camper mit MZ-Kennzeichen eingefunden hat. Vielleicht haben sich Deutsche dort verabredet – das sah nach Gruppe aus.
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